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Die Erforschung der reichhaltigen Geschichte der Kämpfe des Volkes als Vorbereitung auf die großen Aufgaben der Zukunft

Datum:
7. Mai 2026
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Unter großer Beteiligung fand am 4. Mai die Veranstaltung „Vom heldenhaften Mai 1936 bis heute: A workingclassheroissomethingtobe!“ statt. Den Rahmen bildete die Ausstellung historischer und Archivmaterialien der Bezirksorganisation Zentralmakedonien der KKE zum 90. Jahrestag des Arbeiteraufstands im Mai 1936 in Thessaloniki.

An der Veranstaltung nahm auch Ali Kemal Akgül, Funktionär der Kommunistischen Partei der Türkei und Mitglied des Vorstands der Zentralverwaltung der Allgemeinen Gewerkschaft der Werktätigen im Gesundheitswesen, teil und hielt eine Begrüßungsrede, während ebenfalls anwesend war ElisaiosVagenas, Mitglied des Zentralkomitees der KKE und Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen des Zentralkomitees.

Die Hauptrede hielt Petros Simadis, Mitglied der Bezirksleitung. Nachdem er ausführlich auf die zahlreichen Lehren eingegangen war, die aus den 90 Jahren seit dem Mai-Aufstand von Thessaloniki gezogen werden können, betonte er, dass ein wichtiger Aspekt der Vorbereitung auf die großen Aufgaben, die der KKE bevorstehen, auch darin besteht, die reichen Erfahrungen aus den Kämpfen unseres Volkes, den selbstlosen Einsatz der Kommunisten in diesen Kämpfen, den Heroismus der KKE-Mitglieder, aber auch die eigenen Schwächen zu erforschen.

Es folgte ein Beitrag von Markos Bekris, Mitglied des Zentralkomitees der KKE, Hafenarbeiter und Vorsitzender des Regionalen Gewerkschaftsverbands von Piräus. Er verband den Faden der Klassenkämpfe von gestern mit der Gegenwart, und verwies dabei auf den großen Streik der Hafenarbeiter am 6. Februar 2026 gegen die imperialistischen Pläne, die die Arbeiter zu Instrumenten des Krieges machen. Dieser Streik fand in 20 Häfen aus 7 Ländern statt – Italien, Frankreich, Türkei, Griechenland, Spanien, Marokko, Deutschland – und war eine Antwort auf die entscheidende Frage: Welche Bewegung brauchen wir heute? „Der Streik hat dazu beigetragen, die Auseinandersetzung zu vertiefen, die vorherrschende Politik selbst ins Visier zu nehmen. Die kapitalistische Herrschaft wurde intensiver und in der Praxis in Frage gestellt, unabhängig davon, wer sie verwaltet. Denn die Frage ist nicht, wer das System verwaltet – die Frage ist das System selbst. (…) Außerdem hat dieser Streik noch etwas sehr Wichtiges gezeigt: Dass der Kampf gegen den imperialistischen Krieg untrennbar mit dem Kampf für das Leben der Werktätigen, für Lohnerhöhungen, für Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz, für ein öffentliches und kostenloses Gesundheits- und Bildungswesen verbunden ist. Denn diejenigen, die uns heute am Arbeitsplatz billig und leicht austauschbar haben wollen, sind dieselben, die uns als Kanonenfutter benutzen wollen. Das sind nicht zwei verschiedene Dinge. Es ist eins, und das kam klar zum Ausdruck in der Losung „Die Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg“.

Die Veranstaltung endete mit einer Grußrede von Ali Kemal Akgül: „Im Namen der Kommunistischen Partei der Türkei, die in einer über hundertjährigen Geschichte des Kampfes, trotz Putschversuchen, Verboten und Angriffen, keinen einzigen Schritt zurückgewichen ist“, wie er betonte, und unter anderem hinzufügte: „Zum Jahrestag des glorreichen Aufstands der griechischen Arbeiterklasse begrüße ich euch im Namen der Arbeiterklasse meines Landes, in der auch ich als Angestellter im Gesundheitswesen den gewerkschaftlichen Kampf führe. Ich begrüße den heldenhaften Aufstand vom Mai 1936, angeführt von den Tabakarbeitern unter der Führung der Kommunistischen Partei Griechenlands. Ein Aufstand, der sich nicht nur in das Gedächtnis eines Volkes, sondern auch in das kollektive Gedächtnis der weltweiten Arbeiterklasse eingegraben hat (...) Die Existenz der Kommunistischen Parteien der Türkei und Griechenlands ist die größte Garantie für die Verbundenheit der beiden Völker. Zwischen den Arbeitern beider Länder gibt es keine Feindschaft, sondern einen gemeinsamen Kampf.“

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