Als Fortsetzung der Aktionen, die seit Beginn der imperialistischen Intervention in Venezuela stattfanden, versammelten sich Mitglieder und Freunde der KNE aus Athener Universitäten am 15. Januar in der Wirtschaftsuniversität zu einer großen Solidaritätsveranstaltung für das venezolanische Volk und den Kampf aller Völker.
Zu Beginn der Veranstaltung bildeten Mitglieder der KNE mit Plakaten im vollbesetzten Hörsaal die Losung „Solidarität mit dem venezolanischen Volk” und riefen entsprechende Solidaritätssprechchöre für den Kampf der Völker.
An der Veranstaltung nahm Themis Gionis, Mitglied des Politbüros des ZK der KKE, teil.
Hauptredner war Aris Evangelidis, Mitglied der Abteilung für internationale Beziehungen des ZK der KKE, der einleitend betonte, dass „das eigentliche Ziel der imperialistischen Intervention der USA darin besteht, sich den Energie-Reichtum des Landes anzueignen und die Region ihren wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen gegenüber ihren Konkurrenten Russland und China unterzuordnen, die ihre eigenen Interessen und Ziele in der Region verfolgen“. Er wies darauf hin, dass „in Venezuela und ganz allgemein in Lateinamerika der imperialistische Konkurrenzkampf um die Kontrolle der Bodenschätze, Energiequellen, fruchtbaren Böden, Wasserressourcen, Transportwegen für Energie und Waren, der Sicherung geopolitischer Stützpunkte und Marktanteilen zum Ausdruck kommt“.
Aris Evangelidis gab einen detaillierten Überblick über die Ressourcen Venezuelas und die politischen Entwicklungen in diesem Land in den letzten Jahrzehnten sowie zur Haltung der griechischen Regierung, die auch in dieser Frage wieder einmal auf der falschen Seite der Geschichte steht.
Sind die imperialistischen Mächte allmächtig, unbesiegbar? Ist das Völkerrecht ein wertloses Stück Papier oder könnte es lokale und allgemeine Kriege verhindern? Was steht in Iran auf dem Spiel und welche Aufgaben kommen auf das iranische Volk zu? Die Anschlussfragen zeigten das Interesse der jungen Menschen an internationalen Themen und warfen grundlegende Fragen auf, die es einfach mit einer Antwort nicht abzuhaken waren.
A. Evangelidis sprach über die Gestaltung des Völkerrechts nach dem Zweiten Weltkrieg unter einem anderen internationalen Kräfteverhältnis und darüber, wie dieses nach 1991 zu einem "Gummiband" wurde. Es kam sogar zu imperialistischen Interventionen mit dem Siegel der UNO. Evangelidis sprach über Entscheidungen zugunsten Kubas und Palästinas, für deren Durchsetzung es jedoch kein Organ gibt. So wird das Völkerrecht heute instrumentalisiert und kann keine Antwort und Garantie für die Völker sein.
Anschließend ging er kurz auf die Entwicklungen im Iran und die Positionen der KKE ein.
Er betonte, wie wichtig es sei, die kommunistischen Parteien in allen Ländern zu stärken, aber auch hier in unserem Land die Bedeutung der Κämpfe und die Erfahrungen daraus hervorzuheben und die Möglichkeit eines Auswegs aufzuzeigen.



