Die Regierung darf nicht einmal daran denken, griechische Soldaten nach Gaza zu schicken! Kein Soldat darf sich zur Teilnahme an der Besatzungsarmee bereit erklären, die die USA, Israel und ihre Verbündeten aufstellen. Kein Arbeiter, kein Kleingewerbetreibender, kein junger Mann und keine junge Frau darf das zulassen!
Die Regierung versucht, ihre schmutzigen Pläne zu verschleiern, weil sie weiß, dass sich das Volk dagegen wehrt und sich nicht die Hände mit Blut beschmutzen wird. Sie weiß, dass das griechische Volk auf der Seite des palästinensischen Volkes steht und seine Solidarität bekundet, die verbrecherische Politik des Mörderstaates Israel und seiner euro-atlantischen Verbündeten verurteilt und die gerechte Forderung und den Kampf der Palästinenser für eine Heimat unterstützt.
Das alles wollen die USA, die NATO und die EU zunichte machen und Gaza in ein US-amerikanisch-israelisches Protektorat verwandeln. Die Regierung prahlt mit ihrer Beteiligung an der „Zeit danach“ und stellt ihre Präsenz im von den USA geführten „Friedensrat“ für Gaza als „geopolitische Aufwertung“ dar. Sie bereitet den Boden für die Beteiligung an der sogenannten „Internationalen Stabilisierungstruppe”, die die Interessen der USA und Israels wahren soll. Es handelt sich um eine Besatzungsmacht, die in der nächsten Phase des „ Friedensplans“, den die USA dem palästinensischen Volk mit vorgehaltener Waffe aufgezwungen haben!
Die Mörder kehren mit der Losung einer „Stabilisierung“ an den Ort des Verbrechens zurück, was für das palästinensische und andere Völker nur noch größere Instabilität bedeutet. Besonders heute, wo sich die Wolken eines neuen imperialistischen Krieges gefährlich über dem Iran zusammenbrauen und die Flammen im Nahen Osten wieder entfachen.
Gleichzeitig diskutieren sie die Bildung einer Seestreitmacht für den östlichen Mittelmeerraum gemeinsam mit Zypern und Israel, mit dem Ziel, die Energie- und Handelswege zu schützen und konkurrierende Pläne zu vereiteln. Die griechische Bourgeoisie bekundet auch militärisch ihr großes Interesse an den gefährlichen Entwicklungen in der Region. Wir erinnern daran, dass nur einen Steinwurf vom Gazastreifen entfernt der IMEC „mündet“, die Handelsroute, die Indien über Israel und Griechenland mit Europa verbinden wird.
Das Energie-„Konsortium”, das sich im östlichen Mittelmeer und in der Ägäis durch Vereinbarungen US-amerikanischer Monopole wie „Chevron” bildet, belebt währenddessen die Erwartungen griechischer Monopole auf einen schnelleren Aufstieg in der Pyramide der euro-atlantischen Energiepläne wieder. Die Präsenz der griechischen Streitkräfte wird im Mittelmeerraum und im Nahen Osten insgesamt aufgewertet, was „vor Ort“ zeigt, was es bedeutet, im südöstlichen Flügel der NATO eine größere Rolle und Verantwortung zu übernehmen. Der Anspruch auf einen größeren Anteil an der imperialistischen „Beute” erfordert eine stärkere militärische Beteiligung an den Plänen der USA, der NATO und der EU mit all ihren Gegensätzen.
Aus diesem Grund erhöht die Regierung mit Zustimmung der anderen systemkonformen Parteien die Militärausgaben und rüstet auf – beispielsweise mit neuen Fregatten –, um den neuen schmutzigen Rollen gerecht zu werden, die sie in der Region für sich beansprucht, auch gegenüber dem Verbündeten Türkei. Sie zögern nicht einmal, diesen Konkurrenzkampf als Vorwand darzustellen. „Wir können nicht dort fehlen, wo die Türkei ist“, behaupten sie schamlos...
Sie präsentieren das Gift einer stärkeren Verstrickung in imperialistische Pläne als Heilmittel zum Schutz der Souveränitätsrechte! Auf diesem Boden entstehen jedoch die Voraussetzungen für schmerzhafte Kompromisse im Rahmen der NATO-Verhandlungen, die einen möglichen Konflikt mit der Türkei nicht ausschließen.
Jetzt ist es an der Zeit, massenhaft und einhellig die Ablehnung einer möglichen Entsendung von Truppen nach Gaza zum Ausdruck zu bringen. Die Solidarität mit dem palästinensischen, dem iranischen und anderen Völkern, die sich im Strudel imperialistischer Konkurrenzkämpfe und Kriege befinden, muss gestärkt werden. Das ist jetzt die große internationalistische Aufgabe, da die Welt in Flammen steht und die Gefahr eines allgemeinen Konflikts immer deutlicher wird.
Der Kampf gegen die Beteiligung Griechenlands am Krieg ist ein Kampf gegen die Bourgeoisie und ihre Interessen, gegen die imperialistischen Allianzen und ihre mörderischen Pläne.
Diesen Weg müssen wir bis zum Ende gehen, mit einer noch stärkeren KKE, die noch besser in der Lage ist, den Kampf der Arbeiterklasse und des Volkes zu organisieren, ausgestattet mit den Beschlüssen unseres Parteitages! Bis zum Sturz der bürgerlichen Herrschaft, des barbarischen Kapitalismus, der die Völker im Sumpf der Ausbeutung und des Krieges versinken lässt.
Der Artikel wurde am 19.2.2026 in „Rizospastis“ veröffentlicht.
