Am 18. September jährt sich zum 13. Mal der Mord an dem antifaschistischen Musiker und Metallarbeiter Pavlos Fyssas in Keratsini durch den Sturmtrupp der nazistischen, kriminellen „Chrysi Avgi“. Am selben Tag findet am Nachmittag eine Kundgebung am Denkmal für Pavlos Fyssas (in Keratsini, einem Stadtteil von Piräus) statt, und anschließend ein Gedenkmarsch zum benachbarten Stadtteil Nikaia. Dort hatten die Nazis und ihre Kollaborateure im August 1944 während einer großangelegten Razzia über 100 Kommunisten und andere Widerstandskämpfer hingerichtet.
Der Regionale Gewerkschaftsverband von Piräus, die PAME, eine Reihe von Gewerkschaften und Massenorganisationen rufen zu einer Massenkundgebung auf.
„Wir vergessen nicht! Wir vergeben nicht! Wir setzen den Kampf gegen den Faschismus und gegen das System fort, das ihn hervorbringt, nährt und ausnutzt“, betont der Gewerkschaftsverband von Piräus und stellt unter anderem fest:
„Die Ermordung von Pavlos, nur wenige Tage nach dem organisierten Mordanschlag der "Chrysi Avgi" auf Gewerkschafter der PAME in Perama, hat einmal mehr die wahre Rolle dieser Nazi-Bande, der Sturmtruppen und der Faschisten insgesamt offenbart: ein verlängerter Arm des Systems, im Dienste des Kapitals und der Kapitalisten. Werktätige, Gewerkschafter, Migranten, Jugendliche und jeder Mensch, der gegen Ausbeutung, Krieg, Armut und Vertreibung kämpft, steht im Fadenkreuz dieser Kräfte. Sie verteidigen die Interessen des verrotteten Systems, um die kriminelle Politik des Profits für wenige zu verschleiern – auf Kosten der Befriedigung der Bedürfnisse der vielen.“
In dem Aufruf wird weiterhin betont, dass „der Versuch eines politischen Comebacks und die überdimensionierte Darstellung des Nazi-Verbrechers Ilias Kasidiaris durch verschiedene Medien anlässlich seiner Entlassung alles andere als zufällig ist“.
Unmissverständlich wird im Aufruf erklärt: „Die organisierte Arbeiter- und Volksbewegung wird Kasidiaris und die anderen dorthin schicken, wo sie hingehören: auf dem Müllhaufen der Gechichte. Die Nazis sollen es nicht wagen, einen Fuß nach Piräus und in dessen Stadtviertel zu setzen! Wir werden nicht zulassen, dass sie wieder den Kopf erheben! Wir werden nicht zulassen, dass sie aus ihren Löchern kriechen, um die Arbeiter und die Gewerkschaften anzugreifen und die Jugend zu vergiften! Wir treten vor! Wir isolieren die Faschisten mit allen Mitteln, wo immer sie auftauchen – in den Schulen, in den Stadtvierteln, in den Betrieben!“
