In seiner Rede auf dem 52. Festival der KNE stellte Dimitris Koutsoumbas, Generalsekretär des ZK der KKE, unter anderem fest:
„Wir wissen sehr wohl, dass es verschiedene Kräfte gibt, die die Ansicht vertreten: „Was die KKE sagτist schön und gut, aber das wird nirgendwo umgesetzt.“ Es wäre aber gut, wenn sie uns verraten würden, wo das, was sie sagen und versprechen, tatsächlich umgesetzt wird.
Wo gibt es denn nun endlich diesen sogenannten „gesunden Kapitalismus“ mit den „friedlichen internationalen Beziehungen“? Wo gibt es diese „gerechte kapitalistische Entwicklung“, von der angeblich alle profitieren?
Die Antwort kennen sie, und es gibt nur die eine: Es gibt sie nirgendwo, es hat sie nie gegeben und es wird sie auch nie in der von ihnen beschriebenen Weise geben.
Das Einzige, was es gibt, sind die unüberwindbaren Schwierigkeiten dieses Systems, die immer schwerwiegender werden, und solange sich dieses nicht grundlegend ändert, nicht gestürzt wird, werden sie sich ständig in Leid für die Völker verwandeln.
Deshalb bezieht sich das Dilemma „Sozialismus oder Barbarei“ weder ausschließlich auf die großartigen Momente der Vergangenheit noch auf irgendwelche anderen großen Ereignisse, die in einer unbestimmten Zukunft kommen werden. Es geht um das Heute, das Jetzt, das Leben von uns allen. Es geht um den ständigen Kampf zwischen unserem Leben und deren Profiten.
Und das weiß natürlich das System selbst besser als jeder andere. Deshalb tut es alles in seiner Macht Stehende, um die sündige Sozialdemokratie wiederzubeleben und die berechtigte Unzufriedenheit des Volkes in die bekannten Illusionen eines Regierungswechsels einzufangen, nach dem Motto: „Dasselbe in Grün“.
Deshalb promotet es das Rebranding von Herrn Tsipras, der wiederum überall, wo er auftritt, verkündet, er habe das Rezept, um dem System „unangenehme Ereignisse“ zu ersparen, wie er die Volksaufstände nennt. Er erklärt also ganz eindeutig, dass er bereit ist, noch einmal die Drecksarbeit im Auftrag des Systems zu erledigen, so wie er es schon beim letzten Mal getan hat.
Aus demselben Grund verbreitet das System auch das Gift des Antikommunismus und propagiert die geschichtsverleugnende Theorie der beiden Extreme, die auch die offizielle Ideologie der verfaulten EU ist. Nun lässt es erneut seine Kettenhunde los, die bekannten faschistischen Kräfte, die es unter seiner Kontrolle hat und nach Belieben einsetzt. Um sie als „Schreckgespenst“ zu benutzen, damit sich seine anderen Parteien – die sogenannten „gemäßigten“ und „demokratischen“ Parteien, die das Volk zugrunde gerichtet haben – mit der bekannten Logik des „kleineren Übels“ reinwaschen können. Sie dienen ihm aber auch als Reserve, um die systemkritische Stimmung junger Menschen in die systemkonformste Richtung, die es gibt, zu lenken. Natürlich auch als Vorwand, um repressive Maßnahmen zu erlassen, die letztendlich auf den wahren Gegner des Systems abzielen: die Volksbewegung, die radikalen Kräfte, die Kommunisten.
Ein solches "Schweizer Taschenmesser" sind für das System die faschistoiden Kräfte. Zum Beispiel wie dieser Kriminelle, der kürzlich aus der Haft entlassen wurde, nachdem er nur die Hälfte seiner Strafe für die Führung der kriminellen Vereinigung „Chrysi Avgi“ verbüßt hatte, die Pavlos Fyssasund ShehzadLuqman ermordet hatte, die die kommunistischen Gewerkschafter in Peramain mörderischer Absicht angegriffen hatte.
So sehr war das System angeblich von seinerFreilassung erschrocken, dass alle systemtreuen Sender davon live berichtet haben, als würden sie über ein Staatsoberhaupt berichten, während er vor dem Gefängnis zu einer Handvoll faschistoider Figuren sprach.
Doch auch dieses Mal wird der Kampf des Volkes sie zerschmettern, so wie ihre Vorfahren von der Roten Armee zerschmettert wurden, als Hammer und Sichel tief in das Herz derNazi-Bestie auf dem Reichstag gestoßen wurden!
Angesichts der verteilten Rollen und der Annäherungen aller möglichen Diener des Systems muss jeder junge Mann und jede junge Frau für sich entscheiden, auf welcher Seite des Dilemmas er oder sie steht. Wem will er oder sie in seinem oder ihrem Leben dienen, welchem Ziel wird er oder sie seine oder ihre Kräfte widmen?
Kompromisse undVerzicht auf ihre Träume passen nicht zur Jugend. Die Einstellung „So sind die Dinge nun einmal, wir können nichts daran ändern“ passt nicht zu ihr.
Zu der Jugend passen innovatives Denken, Mut und das Einfordern ihrer Rechte; es passt zu ihr, alles zu wollen und einzufordern, was ihr zusteht. Im Übrigen: Wo und wann immer etwas errungen wurde, wo eine Familie ihre Bleibe gerettet hat, wo ein Tarifvertrag unterzeichnet wurde, wann immer ein volksfeindliches Gesetz nur auf dem Papier blieb, geschah dies nur im Konflikt und in direkter Infragestellung der Dilemmata und Kompromisse der Diener des Systems.
Hätten sich das Volk und die Jugend davon überzeugen lassen, diese als gegeben und unumstößlich hinzunehmen, hätten sie sich davon überzeugen lassen, die Instabilität des Systems zu fürchten oder auf Retter zu warten, hätten sie nichts gewonnen.
Bei all diesen Kämpfen, die der einzige wahre Gegner der Mitsotakis-Regierung waren, standen stets die KKE und die KNE an vorderster Front. Mit Konsequenz, Beständigkeit, Selbstlosigkeit, mit der Organisation und der Perspektive, die nur die KKE der Bewegung bieten kann. Denn genau sie hat ein Programm für einen radikalen Umbruch, für eine echte Beseitigung dieser Ungerechtigkeit, dieser Barbarei.
Mit ausgestreckter Hand an jeden und jede, die bereit ist, Seite an Seite mit denen zu kämpfen, die das Gleiche durchmachen, um gemeinsam ihr Leben zu verändern.
Denn wir sind davon überzeugt, dass sich die Dinge nur so ändern lassen: mit dem Volk und der Jugend an vorderster Stelle und nicht in der Rolle des passiven Zuschauers.
In diesen Kämpfen sind wir vielen Menschen begegnet, und morgen können wir noch viel mehr Menschen begegnen, die ihre Vorbehalte und ihr Zögern überwinden und ihren Platz in der Bewegung einnehmen werden. Das wird ein riesiger Schritt nach vorn sein.
Deshalb wird es ein riesiger Gewinn für das Volk und die Jugend sein, im bevorstehenden Wahlkampf eine noch stärkere KKE zu haben, um aus einer besseren Position heraus all dem negativen entgegenzutreten, was gegen die Interessen unseres Volkes geschmiedet wird.
Das ist die politische Entscheidung, die unsere Kämpfe ergänzt und ihnen größeren Schwung verleiht, während jede andere sie zunichte macht und ihnen Steine in den Weg legt. Das wird auch die beste Vorbereitung des Volkes auf die Schwierigkeiten sein, die man ihm bereitet.
Wir schreiten stets voran und bewahren dabei stets die Lehren aus der heldenhaften Geschichte unseres Volkes im Sinn. Dieses Volkes, das Großes vollbrachte, als es angesichts der Aufrufe zur Unterwerfung unter ein ungünstiges Kräfteverhältnis – einem Gegner, der unbesiegbar schien, die mutige Entscheidung traf, fest auf eigenen Beinen zu stehen, sich mit den Kommunisten zu verbünden und im Kampf für sein Recht alles zu geben.
Dies bestätigt die heldenhafte Geschichte der Volksbefreiungsfront EAM, deren Gründung sich morgen zum 85. Mal jährt. Dies spiegelt sich in den erschütternden Fotodokumenten von der Hinrichtung der 200 heldenhaften Kommunisten von Kaisariani wider, die Tausende junger Menschen bewegt haben, so wie sie uns alle in diesen Tagen bewegt haben, als wir sie auf dem Festivalgelände ausgestellt sahen.
Dies bestätigt das dreijährige Epos der Demokratischen Armee Griechenlands, deren 80-jähriges Bestehen wir in diesem Jahr feiern. Auch wenn das Volk in einigen dieser Kämpfe vorübergehend besiegt wurde, war der Gewinn um ein Vielfaches höher, denn es hielt die Flamme am Leben und ebnete den Weg für die noch größeren Kämpfe von morgen.
Auf diesen Wegen, die uns die früheren Generationen geebnet haben, schreiten wir weiter voran. Wir bewahren die uns übergebene Aufgabe, bis zum endgültigen Sieg unseres Volkes, das „das Große, das Schöne und das Ergreifende“ in die Tat umsetzen wird.
Eine stärkere KKE, widerstandsfähig gegenüber jeder Prüfung, bereit für den Ruf der Geschichte!
Wir rufen euch alle auf, unabhängig von einzelnen Meinungsverschiedenheiten und unterschiedlichen Ansichten, die heute erkennt, dass eine viel stärkere KKE eine Kraft für das Volk selbst, für den Fortschritt und die Zukunft dieses Landes, dieses Volkes und der Jugend sein wird, unsere Kräfte zu vereinen und diesen Weg gemeinsam zu beschreiten.
Lasst uns aufhören, bloße Zuschauer zu sein, sondern zu Protagonisten des historischen Geschehens werden. Lasst uns die gewaltige Macht der Gewohnheit überwinden. Lasst uns mit offenen Augen träumen, sodass wir für die Verwirklichung all unserer Träume kämpfen können.
Wir schreiten voran, voller Elan! Viel Kraft und gute Gesundheit für alle! Viel Erfolg bei den Kämpfen!“
