In einem Kommentar des Pressebüros des Zentralkomitees der KKE zum Wahlergebnis im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt heißt es:
„Der Angriff auf die Rechte der Arbeiterklasse und des Volkes durch die bürgerlichen politischen Kräfte des Liberalismus, der Sozialdemokratie, der vermeintlichen „Linken“ und anderer, die sozialen Gegensätze, die sich in jedem Land auf dem Boden der kapitalistischen Ausbeutung und der imperialistischen Konkurrenzkämpfe verschärfen, sowie das Fehlen einer starken, klassenorientierten Arbeiter- und kommunistischen Bewegung sind die Gründe, die in Deutschland und anderswo, enttäuschte Menschen aus der Arbeiterklasse und den Volksschichten in die Fänge des rechtsextremen und angeblich „systemkritischen“ Populismus treiben.
Gerade unter den Bedingungen der Kriegsvorbereitungen sind solche Kräfte für das System noch nützlicher, um das Gift des Rassismus und des Nationalismus unter den Werktätigen und den Völkern zu verbreiten, damit die großen Schuldigen ungeschoren davonkommen: die herrschende volksfeindliche Politik, die EU des Kapitals und des Krieges, das kapitalistische System selbst. Vor allem die Bevölkerung in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik hat die dramatischen Folgen des Umsturzes des Sozialismus vor 35 Jahren zu spüren bekommen. Deshalb greifen Kräfte des rechtsextremen Populismus wie die AfD auf das „Geschäft mit der Nostalgie“ zurück, um die Werktätigen einzufangen und sie für ihre reaktionären Vorhaben zu gewinnen. Auf diesem Boden wird von der EU die geschichtsvergessene Theorie der beiden Extreme gefördert, die letztendlich zur Reinwaschung reaktionärer, faschistischer Kräfte führt, die die EU im Übrigen konsequent unterstützt und stärkt, um ihren geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen zu dienen.
Die Antwort auf die extreme Rechte und die üblichen, bankrotten und vorgetäuschten Gegensätze kann nur in einer wiederbelebten Arbeiter- und Volksbewegung, im Klassenkampf und im Kampf gegen die Ursachen dieser reaktionären Strömungen liegen – ebenso im Kampf gegen die EU selbst, gegen imperialistische Kriege und Konkurrenzkämpfe.“
