Die Kommission fordert auf eine dreiste Weise die Rücknahme der Anfrage der Abgeordnetengruppe der KKE im EU-Parlament, die auf der Grundlage der erschütternden Beweise der Fotos der 200 Kommunisten, die sich der Nazi-Bestie entgegenstellten, den geschichtsverleugnenden Charakter der EU-Doktrin über die Gleichsetzung des Kommunismus mit dem Ungeheuer des Faschismus aufdeckt. Zugleich offenbart diese Anfrage die untergrabende und bewusste Haltung der EU gegenüber der gerechten unerfüllten Forderung, dass Deutschland Kriegsentschädigungen für die Gräueltaten der Nazis in Griechenland zahlen solle.
„Historische Darstellungen und Kriegsentschädigungen fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich der Kommission“, behauptet die EU-Kommission schamlos und fordert die Rücknahme der Anfrage.
Die 200 von Kaisariani und die Größe ihres Opfers sind kein „Geschichtsbild“, wie die EU behauptet, sondern eine unbestreitbare historische Wahrheit, die ihr „ein Dorn im Auge“ ist.
Es ist offensichtlich, dass solche Fragen die EU unheimlich stören, denn sie zeigen, dass das Opfer der 200 Volkshelden den Bankrott ihrer eigenen Theorie der „zwei Extreme“ belegt, der Gleichsetzung von Tätern und Opfern. Die EU versucht damit, die nazistischen Gräueltaten zu beschönigen und die Forderung nach einer sofortigen und vollständigen Zahlung der deutschen Reparationen zu begraben.
Hier beruft sich die EU scheinheilig auf „Unzuständigkeit". Sie war wohl aber zuständig für Folgendes:
- Die Einführung des 23. Augusts (Tag der Unterzeichnung des NichtangriffspaktsMolotow-Ribbentrop) als „Europäischer Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und des Kommunismus“
- Die Erklärung des 9. Mai, des Tages des Großen antifaschistischen Sieges der Völker, zum Tag der Europäischen Union und der – vergebliche – Versuch, das historische Gedächtnis auszulöschen
- Die Unterstützung von Mitgliedstaaten, die versuchen, kommunistische Parteien zu verbieten, wie derzeit Polen
- Der Versuch, erfundene Geschichten, wie die von Holodomor oder Katyn als historische Wahrheit zu verkaufen, und die Tatsache, dass das EU-Parlament faschistische Veranstaltungen aller Art mit offenen Armen empfängt
- Eine Flut von antikommunistischen Resolutionen, die die Geschichte auf den Kopf stellen -jene Geschichte, dievon den Völkern selbst mit ihrem Blut geschrieben wurde
- Die Rechtfertigung imperialistischer Angriffe und Gräueltaten in aller Welt, wie jener ihrer Verbündeten, der USA und Israels
- Das Verbot der Durchführung von Solidaritätskundgebungen im EU-Parlament für das kubanische Volk und die Unterstützung der imperialistischen Pläne zu dessen Erstickung
Es sind alles Themen, die "in den Zuständigkeitsbereich“ der Kommission fallen. Nicht jedoch die Entschädigungen für die Verbrechen der Nazis, nicht das Zwangsdarlehen und der Raub archäologischer Schätze während der Besatzung. Diese Entschädigungen wurden durch internationale Verträge festgelegt, an die zwei EU-Mitgliedstaaten gebunden sind.
Die zutiefst reaktionäre, klassenorientierte Politik der EU liegt in der DNA jedes imperialistischen zwischenstaatlichen Bündnisses. Deshalb lässt sich ihre Abneigung gegen alles nicht verbergen, was die beiden aufeinanderprallenden Welten belegt – die der Arbeiter und Produzenten des Reichtums auf der einen Seite und ihrer Ausbeuter auf der anderen.
Antikommunismus geht Hand in Hand mit militärischer Verstrickung und der Hinwendung zur Kriegswirtschaft, mit der Ausbeutung am Arbeitsplatz und vor allem mit der Angst des verfaulten Systems, dass die Völker es durch ihren Kampf stürzen könnten, und eine neue sozialistische – kommunistische Gesellschaft aufbauen.
Die Anfrage wird nicht zurückgezogen, ebenso wenig wie die historische Wahrheit und die unerbittlichen Fragen, die sie aufwirft und die hell leuchten!
Die beste Antwort werden die Massen von Demonstranten, Arbeitern und junge
n Menschen auf den Plätzen und Straßen der ganzen Welt geben, an ihrem eigenen Tag, dem Tag ihrer Klasse, dem 1. Mai, am Tag des Opfers der 200 kommunistischen Helden.
