In einem Unterstützungsaufruf des Komitees von Wehrdienstleistenden im Ausbildungszentrum für Spezialeinheiten heißt es:
„Kameraden Wehrdienstleistende,
nach den Bombenangriffen der USA und Israels auf den Iran eskaliert der Krieg gefährlich und öffnet damit die Büchse der Pandora im Nahen Osten und in unserer Region.
Es gibt keinen Raum für Gleichgültigkeit, keine Zurückhaltung, kein Abwarten.
Die Rauchwolken des Krieges haben unsere Region erreicht, sie sind bis an unsere Grenzen vorgedrungen. Unser Volk befindet sich bereits im Auge des Sturms.
Die US-amerikanischen Stützpunkte in Souda, Alexandroupoli, Larissa und anderswo verwandeln unser Land in ein militärisches Ziel.
Deshalb fordern wir, dass alle ausländischen Stützpunkte sofort geschlossen werden.
Unser Land darf sich in keiner Weise mehr an diesem Krieg beteiligen.
Die Bereitstellung von Flughäfen, Häfen, militärischen Einrichtungen und militärischer Ausrüstung zur Unterstützung der mörderischen Pläne der USA, der NATO und Israels auf Kosten anderer Völker erhöht die Gefahren für unser Volk und unser Land dramatisch.
Wir fordern:
Die Rückführung der Fregatten, der F-16-Kampfflugzeuge, der Patriot-Raketenabwehrsysteme sowie die Rückkehr der Offiziere und Unteroffiziere, die außerhalb der Landesgrenzen im Einsatz sind, und die Beendigung jeglicher Beteiligung am Krieg.
Keine Verwicklung der griechischen Streitkräfte und ihres Personals innerhalb oder außerhalb Griechenlands in den Krieg, gemeinsam mit den USA und der NATO.
Der Krieg wird bereits von den Monopolen und dem kapitalistischen System ausgenutzt, um ihre Profite zu steigern und sich zu bereichern, was die Lebenshaltungskosten weiter in die Höhe treibt und dem Volk und insbesondere uns, Wehrdienstleistenden, ernsthafte Probleme bereitet.
Aus diesen Gründen bilden wir Soldaten, die im Ausbildungszentrum der Spezialeinheiten dienen, wie es unser gutes Recht ist, ein gemeinsames Komitee, um die Probleme anzugehen, die dieser verheerende Krieg verursacht, der für uns und unsere Familien mittlerweile zu einer Lebensfrage geworden ist. In allen Bezirken und Kasernen bilden wir ähnliche Komitees. Wir sehen dies als unsere Pflicht an und empfehlen es jedem Soldaten.
Darüber hinaus fordern wir als Komitee täglich offizielle Informationen von den Kommandostellen über den Verlauf des Krieges. Wir fordern die Schließung der ausländischen Stützpunkte, damit wir nicht zur Zielscheibe werden.
Wir rufen jeden Soldaten, der mit unseren Vorschlägen einverstanden ist, dazu auf, unsere Initiative zu unterstützen.
Die Bildung des Komitees mit den von uns vorgeschlagenen Forderungen sollte von allen Soldaten unterstützt werden.
Schickt Vorschläge und Forderungen, damit wir diese in Gesprächen mit den Kommandostellen einfordern können.“
