Beitrag des Nachrichtenportals „902.gr“, 8. Januar 2026
Die Welt wird zu Recht als eine Welt bezeichnet, die in Flammen steht: Kriegskonflikte, Verhandlungen hinter den Kulissen, Kriegs-Communiqués, Aufrüstung, Gestaltung von Gleichgewicht mit militärischen Mitteln, fieberhafte Vorbereitungen auf die bevorstehende große Schlacht und natürlich – im Rahmen der oben genannten Entwicklungen – für unsere Zeit beispiellose Situationen, die das Ausmaß des Zynismus und das skrupellose Gesicht des Imperialismus deutlich machen.
Deshalb folgten auf die Intervention der USA in Venezuela mit der militärischen Operation zur Festnahme und Überführung des gewählten Präsidenten N. Maduro Drohungen, Warnungen und eine klare und unmissverständliche Botschaft, dass es eine Fortsetzung geben werde. Die Verteidigung dieser terroristischen Aktion durch eine Vielzahl von „Verbündeten” des amerikanischen imperialistischen Blocks, wie beispielsweise durch die griechische Regierung, die nicht zögerte, Trumps Strategie mit erbärmlicher Dreistigkeit zu verteidigen, zeigt, dass wir vor einer Reihe von Ereignissen stehen, bei denen der Konflikt zwischen den imperialistischen Lagern um die Vorherrschaft im globalen imperialistischen System zu noch größeren Spannungen und einer Eskalation der Konflikte führen wird.
Gleichzeitig durchleben wir aber auch eine Zeit, in der all diejenigen, die von wahnsinnigen Machthabern, von Staatschefs mit Schizophrenie und anderen derartigen kindischen und unpolitischen Analysen sprachen, glauben, dass sie Recht behalten haben. Und das ist kein Widerspruch, sondern ein weiterer Beweis dafür, dass wenn man Kapitalismus, wirtschaftliche Beziehungen und die historischen Umstände der Zeit aus seinen Überlegungen und Kritik herauslässt, man unbewusst zum Verteidiger des Systems der Ausbeutung wird, und zwar mit einer maroden Substanz. Denn alles, was um uns herum geschieht, ist nicht Ausdruck der Paranoia einiger Führer, sondern des Imperialismus selbst, der die geeigneten Vertreter gefunden hat, die ihre Hände in Schlamm und Blut tauchen und die Menschheit ins Verderben stürzen. Nicht weil sie psychiatrischer Behandlung bedürfen, sondern weil dies das Zeitalter des Imperialismus erfordert, ein Zeitalter der totalen Vorherrschaft der Monopole, des Kampfes um Gewinne und der Aufteilung des „Kuchens“.
Es ist wahr, dass solche Ereignisse historischer Tragweite, die ein gewaltiges Erdbeben im Machtgleichgewicht auf unserem Planeten ankündigen, Ehrfurcht und Angst vor der Zukunft hervorrufen. Dies zeigt sich auch daran, wie sie weite Teile des Volkes und der jungen Generation beeinflussen, die zu Recht ihre Besorgnis über die Entwicklungen zum Ausdruck bringen. Tatsächlich kann die Geschwindigkeit der Entwicklungen und Veränderungen auch zu Lähmung, Angst und Erstarrung führen. Schließlich sind stoisches Abwarten und Passivität Eigenschaften, die das System ständig einflößt und den Menschen einprägt.
Aber es gibt auch die andere Seite. Das eigentliche Dilemma, das sich den Völkern täglich stellt: Bleiben wir Zuschauer desselben Stücks oder werden wir zu Protagonisten unseres eigenen Lebens? Werden wir zu Schachfiguren in ihren Plänen oder schmieden wir unseren eigenen Schlachtplan?
Wenn man nicht dem Ruf der Sirenen nach „nationaler Einheit” und „verantwortungsvollen Haltung„ folgt, die das Volk immer dazu auffordern, zu schweigen, um für fremde Interessen zu kämpfen, wenn man keinen fremden Herren dient und sich nicht mit den Parasiten identifiziert, den Bourgeoisien (die manchmal unter dem falschen Deckmantel des „Antiimperialismus“ sich für einen Imperialisten entscheiden), dann beginnt sich der wahre Inhalt einer kämpferischen Lebenseinstellung und Handlungsweise herauszubilden. Dort, wo die bewusste Entscheidung für den Konflikt mit dem System zur Tat wird, alltäglich, kollektiv, organisiert. Und diese Entscheidung verwandelt Angst in Mut und Verzweiflung in eine unbesiegbare Kampfbereitschaft.
Denn die Vorbereitung auf den Kampf unter allen Bedingungen ist keine Anpassung an den Krieg der Imperialisten, keine Akzeptanz von Fatalismus und der Logik „es geht nicht anders“. Es ist eine Vorbereitung auf die Verschärfung des Klassenkampfs, es ist die Fähigkeit, dem Volk den wahren Charakter, die wahre Ursache der Entwicklungen zu verdeutlichen, die Angst zu überwinden und die Verzweiflung in Handlungskraft umzuwandeln. Es bedeutet, zu erklären, dass die Völker durch den Konkurrenzkampf der Monopole nichts zu gewinnen haben, außer neuem Leid, Blutvergießen und Zerstörung.
Und genau hier liegt die große historische Verantwortung, aber auch die Hoffnung. Denn unter diesen Bedingungen, im Feuer der Gegensätze, wird der Stoff geformt, aus dem die neuen Revolutionäre gebaut sind. Sie werden an den Arbeitsplätzen, in der Nachbarschaft, an den Universitäten, in den Schulen, auf den Straßen des Kampfes geformt. Dort, wo das Volk seine Kraft erprobt, dort, wo es in der Praxis versteht, dass nichts geschenkt, sondern alles erkämpft wird. Zumal die Signale der Geschichte unter den widrigsten Bedingungen ertönen, das Feuer des Konflikts macht sie aktuell und unüberhörbar. Der Lauf der Geschichte wird sie schmieden und härten, damit sie die neue Welt von Morgen erbauen.
Die Geschichte bewegt sich nicht von selbst und wird auch nicht von den „Mächtigen“ geschrieben. Sie wird geschrieben, wenn das Volk beschließt, auf die Bühne zu treten, wenn es sich organisiert, wenn es gegen die Interessen kämpft die es unterdrücken. Und heute – mehr denn je – sind alle objektiven Voraussetzungen gegeben, damit das Volk den Entwicklungen seinen Stempel aufdrücken kann. Er darf sich hinter keiner imperialistischen Flagge aufstellen, keine Opfer für die Profite einiger weniger akzeptieren, sondern muss den Kopf heben und das Leben einfordern, das ihm zusteht.
Selbst wenn die Imperialisten mächtig, entschlossen und skrupellos erscheinen, gibt es eine Kraft, die sie nicht besiegen können. „Die Partei - das ist die bewusste, fortgeschrittenste Schicht der Klasse, ihre Vorhut. Die Kraft dieser Vorhut übersteigt ihre Zahl um das Zehn-, das Hundertfache und mehr. Ist das möglich? Kann die Kraft von Hunderten die Kraft von Tausenden übersteigen? Sie kann es und sie übersteigt sie, wenn die Wunderte organisiert sind. Organisation verzehnfacht die Kräfte.“ (W. I. Lenin).
Die Zuversicht der Kommunisten entspringt nicht Selbsttäuschung, sondern dem Wissen um die historische Notwendigkeit. Sie entspringt dem Vertrauen in die Kraft der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten. Aus der Gewissheit, dass je mehr die Welt des Kapitalismus verrottet und aggressiver wird, desto reifer die Bedingungen für seinen Sturz werden, desto mehr seine Widersprüche, seine Gegensätze, d. h. die inhärente große Schwäche des Systems der kapitalistischen Ausbeutung, in den Vordergrund treten. Der Sturz wird nicht als natürliches Phänomen kommen, sondern als Ergebnis bewusster, kämpferischer, organisierter Aktion des Volkes. Das ist der Weg. Er ist schwierig, konfliktreich, aber der Einzige, der vorwärts führt. Und auf diesem Weg ist das Volk nicht Zuschauer der Entwicklungen, sondern Protagonist mit der KKE an der Spitze.
