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Keine Opfer – weder für ihren Krieg noch für ihre Profite

Datum:
8. Apr. 2026
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Das Zentralkomitee der KKE organisierte am 6. April 2026 eine Veranstaltung unter dem Motto „Keine Opfer für ihre Profite und Kriege“.

An der Veranstaltung nahm eine Vielzahl von Menschen teil, die sich in der vergangenen Zeit im Schulterschluss mit der KKE gegen den imperialistischen Krieg, gegen die Verstrickung des Landes eingesetzt haben, und dafür kämpften, dass das Volk die Lasten und Folgen der imperialistischen Kriege nicht tragen muss. Es waren Menschen, die gemeinsam mit den Kommunisten in jedem Betrieb und in jeder Branche gekämpft haben, damit laut und deutlich zu hören war: „Griechenland raus aus dem Krieg, wir werden nicht die Zeche zahlen!“ Es waren Menschen, die sich mit den Kommunisten und Kommunistinnen in jeder Gewerkschaft und jeder Organisation der Arbeiter- und Volksbewegung zusammen gingen, um den Kampf und die Verteidigung der Rechte und Interessen unseres Volkes zu organisieren und nicht die der Ausbeuter, die heute als „nationale Interessen“ getarnt werden.

Dimitris Koutsoumbas, Generalsekretär des Zentralkomitees der KKE, legte die Positionen der KKE dar und übte scharfe Kritik an der Regierung der ND für deren Außen- und Innenpolitik, die sie mit der Unterstützung anderer politischer Kräfte verfolgt, trotz deren scheinheiliger Oppositionskritik.

An der Veranstaltung nahmen verschiedene Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens teil, die mit der KKE zusammenarbeiten, und es wurden Grußbotschaften verlesen, die speziell für diese Veranstaltung von der ParteiTudeh (Iran), der KP Israels und der KP der Türkei gesendet worden waren.

Im Folgenden veröffentlichen wir einen Auszug aus der Rede von D. Koutsoumbas, der sich auf die internationalen Entwicklungen bezieht:

„Die widersprüchlichen Aussagen, die wir täglich über den Verlauf des Krieges hören, spiegeln nicht in erster Linie den unbeständigen und unberechenbaren Charakter des US-Präsidenten Trump wider, noch den ‚Mangel an einem Plan‘, wie es die verschiedenen Möchtegern-Analysten sagen. Sie verraten vielmehr die großen Schwierigkeiten, mit denen die USA, Israel und ihre Verbündeten konfrontiert sind, denen es nicht gelungen ist, auch nur eines ihrer erklärten Ziele zu erreichen.

Auch der Verlauf dieses Krieges beweist, dass sie keineswegs unbesiegbar und allmächtig sind, wie sie sich darstellen wollen, um bei den Völkern Erstarrung und Angst zu schüren.

Im Übrigen ist der imperialistische Krieg keine Machtdemonstration der Imperialisten, sondern in erster Linie ein Beweis für ihre Schwäche und ihre Ausweglosigkeit. Er ist ein Zustand, der sie schwächt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann er Instabilität in ihrer Herrschaft hervorrufen. Er schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Völker in den Vordergrund treten, ihre Kraft erproben und ihr Recht durchsetzen.

Viele fragen: „Was können wir gegen all das tun?“, was muss getan werden, um „heute eine starke Antikriegsbewegung aufzubauen“? Wir antworten, dass eine grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass sich auf breiter Ebene bewusst wird, dass die Quelle des Krieges genau das System der kapitalistischen Ausbeutung selbst ist.

„Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“, wie es in dem klassischen Ausspruch von Clausewitz heißt. Folglich wird uns vor imperialistischen Kriegen keine angebliche „Rückkehr zu Politik und Diplomatie, zum Völkerrecht als Mittel der Streitbeilegung“ bewahren, wie einige Kräfte behaupten, die sich sogar im Namen einer pazifistischen Antikriegsbewegung auftreten.

Denn genau genommen stellt der Krieg keine Abweichung von der kapitalistischen „Normalität“ dar, sondern ist eine Existenzform dieses ausbeuterischen Systems. Er ist die Ausweitung der kapitalistischen Ausbeutung am Arbeitsplatz und der Konkurrenz zwischen den Monopolkonzernen im internationalen Maßstab. Deshalb darf sich die Antikriegskritik und -aktion nicht darauf beschränken, ob das Völkerrecht eingehalten wird oder nicht – ein Recht, das unter völlig anderen Bedingungen entstanden ist und von den Imperialisten längst zu Makulatur gemacht wurde, und zwar schon lange vor Trump.

Im Übrigen ist der imperialistische Krieg ungerecht und richtet sich gegen die Völker, selbst wenn er unter dem Deckmantel einer internationalen Koalition geführt wird oder wenn ihm eine Resolution des UN-Sicherheitsrates vorausgegangen ist, wie es in der Vergangenheit geschehen ist.

Eine starke antikriegs- und antiimperialistische Bewegung bedeutet, sich gegen alle imperialistischen Zentren und Bündnisse zu stellen, und natürlich vor allem gegen jene, an denen die eigene herrschende Klasse im jeweiligen Land beteiligt ist.

Die Nutzung der Gegensätze untereinander zum Vorteil der Arbeiterklasse setzt vor allem voraus, dass das strategische Ziel klar ist: nämlich der Sturz der kapitalistischen Barbarei in unserem Land. Aber auch der Grund, warum diese Gegensätze auftreten, muss klar sein, damit die Bewegung nicht zum „Anhängsel” der einen oder der anderen Seite wird.

In diesem Sinne erweisen politische Kräfte und Parteien, die die Illusion hegen, es könne eine angebliche „friedliche Rolle der Militärstützpunkte und der NATO“ geben, der Sache keineswegs einen guten Dienst.

Sie erweisen den Interessen des griechischen Volkes keinen guten Dienst, auch all jene Parteien, die Kritik nach dem Motto „die EU schläft“ oder „ist abwesend“ üben oder sie andererseits als ernstzunehmendes Gegengewicht zur Aggressivität der USA darstellen. Und dabei wird diese EU bis zum Hals bewaffnet und ihre Wirtschaft in eine Kriegswirtschaft umgewandelt. Sie gießt Öl ins Feuer eines ungerechten Krieges, der seit vier Jahren in der Ukraine tobt, und verstärkt ihre militärische Präsenz im Roten Meer oder am Horn von Afrika.

Die tatsächlich bestehenden großen Gegensätze zwischen den USA und der EU haben natürlich nichts mit einer friedensliebenden Politik der EU oder einiger ihrer Regierungen zu tun. Sie haben vielmehr mit den Partikularinteressen der europäischen Monopole zu tun, die in der Konkurrenz zwischen den USA und China zermalmt werden.

Das Gleiche gilt natürlich auch für Kräfte, die eine vermeintlich antifaschistische, antiimperialistische Rolle in Putins Russland sehen, das aus dem Sturz des Sozialismus und der Zerstörung der Errungenschaften des sowjetischen Volkes hervorgegangen ist, oder auf das China der Milliardäre blicken, das heute den ersten Platz im internationalen Kapitalismus beansprucht.

Die Kraft, alles „auf den Kopf zu stellen“, liegt bei der Arbeiterklasse selbst, beim Volk. Und nur einige wenige Vorboten dieser unerschöpflichen Kraft haben sich in der letzten Zeit gezeigt: die großen Antikriegsdemonstrationen in Griechenland, den USA und Großbritannien, die Solidaritätskundgebungen für die Völker Palästinas und Kubas, sowie andere, vielleicht noch weitreichendere Formen des Kampfes. Dazu gehörte die Haltung der Seeleute, die den Reedern die Einverständniserklärungen ins Gesicht warfen, die diese ihnen zur Unterschrift vorgelegt hatten, um sie in das Maul des Löwen zu schicken; der koordinierte Streik der Hafenarbeiter in 20 Mittelmeerhäfen unter dem Motto „Wir arbeiten nicht für ihren Krieg“; die stolze Haltung der Wehrdienstleistenden, die ihre Stimme in den Kasernen und bei den Kundgebungen gegen die Beteiligung des Landes am Krieg erheben; die Aktionen der Studierenden, die NATO-Kriegsseminare an ihren Hochschulen vereiteln. In dieser Richtung müssen wir weiterhin kämpfen, damit aus dem Funken, der heute glimmt, die Flamme wird.

Dort werden wir all unsere Kräfte einsetzen, unter dem Motto „Keine Opfer, weder für ihren Krieg noch für ihre Profite“.

Es ist bezeichnend, dass selbst in den aktuellen Umfragen die Ablehnung unseres Volkes gegenüber der Entsendung griechischer Streitkräfte ins Ausland deutlich zum Ausdruck kommt, auch gegenüber euro-atlantischen Einsätzen, die das Land in Gefahr bringen. Darüber hinaus zeigt sich große Besorgnis darüber, dass die US-Militärstützpunkte in Griechenland zum Ziel von Angriffen und Vergeltungsmaßnahmen werden könnten.

Es tritt nun deutlich ein dynamischer Teil der Arbeiterklasse und unseres Volkes hervor, der die Aktionen und die Haltung unserer Partei gegenüber dem imperialistischen Krieg positiv aufnimmt und sich gegen die militärische Verstrickung unseres Landes wendet. Dies zeigt, dass es Widerstand gegen die Politik der Regierung, gegen den kriegerischen und nationalistischen Taumel und gegen die Kriegspropaganda gibt.“

 

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